Martins Weinwelt: Immer wieder Riesling

Riesling ist eine Kreuzung aus mehreren heute unbedeutenden Rebsorten, die vor vielen hundert Jahren zufällig gelungen ist. Die Rebe hat sich seit dem Mittelalter von den Steillagen des Rheins aus über ganz Deutschland und angrenzende Länder verbreitet. Sie gilt als "die deutsche Weißweinrebsorte" schlechthin, obwohl sie heute mit unterschiedlichem Erfolg selbst in Australien und Neuseeland angebaut wird.

 

Riesling wird in allen deutschen Anbaugebieten kultiviert, bis hinauf in die nördlichen Regionen an Elbe und Saale. Der Riesling zählt zudem zu den besten und edelsten Weißweinreben weltweit. Nicht Wenige sagen, die Rebe sei die Königin der Weißweine.

Der Riesling mag es gerne etwas kühler, reift spät und hält auch längere Kälteperioden aus. Deshalb ist er ideal für die hiesigen klimatischen Bedingungen.

Die Weine zeichnen sich je nach Anbaugebiet durch eine enorme Bandbreite an geschmacklichen Variationen aus. Sie sind oft fruchtig elegant, haben meist einen mineralischen Charakter, und schmecken nach grünen und gelben Früchten. Dazu kommt eine mehr oder weniger ausgeprägte Säure. Viele Rieslinge wirken beim ersten Schluck abweisend und unrund. Kein Wein für Anfänger. Da hilft nur probieren und probieren. Irgendwann hat jeder "seinen" Riesling gefunden, oder auch nicht.

Manche hassen ihn für immer.

Auch das ist okay, aber der Wein kann nichts dafür! Es ist halt ein sehr komplexer und manchmal komplizierter Wein.

Tipp: Fangt mit Riesling aus südlicheren Gefilden an. Rieslinge aus der Pfalz, aus Baden oder aus dem Elsass bieten sich an.

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