Kabeljau oder „ihm sein Fisch“

Der Sauerländer an sich isst ab und zu auch mal Fisch. Freitags zum Beispiel diesen irrsinnig leckeren Kochfisch...

Spaß bei Seite. Weltoffen wie das Völkchen mit den HSK-Autokennzeichen ist, wird inzwischen auch Fisch gerne gebraten, gegrillt, gedämpft, geirgendwast. Sogar sizilianische Fischvarianten sollen im Land der 1.000 Berge bereits aufgetaucht sein.

Hier unser Tipp: Bruzzelt mal Nasello al Forno - ein leckerer Gruß aus Sizilien.

 

Zutaten für 4 Personen:

Einkaufsliste:

600 g Kabeljau-Filet,

4 bis 5 getrocknete Tomaten,

1 Zwiebel,

4 El Olivenöl,

3 bis 4 Knoblauchzehen,

1 Bund Petersilie,

70 g Semmelbrösel,

2 El Kapern,

Saft von 2 Zitronen,

Salz, Pfeffer.

 

Backofen auf 200 Grad bringen.

Tomaten hacken, mit kochendem Wasser bedecken und einweichen. Und weiter hacken: diesmal Knoblauch und Petersilie. Beides dann mit dem Brösel mischen.

Zwiebel fein würfeln, im Olivenöl in einer beschichteten (!) Pfanne andünsten. Knoblauchmischung dazugeben und langsam durchrösten bis alles leicht gebräunt ist. Betonung liegt hier auf langsam. Die eingeweichten Tomaten, Kapern und Zitronensaft zufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Fischfilet in eine feuerfeste Form geben. Den Pfanneninhalt darüber schütten und gleichmäßig verteilen.

Im vorgeheizten Backofen 20 Minuten backen – bis die Bröselschicht leise bruzzelt. Also schön durch das Backofenfenster beobachten.

 

Grammatikalische Erklärung der Überschrift:

Der innovative Sauerländer hat zwischen der Sie- und Du-Form die Nominativ-Plural-Variante erfunden. Gerne auch den Genitiv-Plural, wenn die Nachbarn aus dem neuen Auto steigen: „Ist das EUER?“ Das ist aber die Ausnahme. Der Genitiv existiert nicht wirklich. Deswegen wird „dessen“ zu „dem seins“, „wessen“ zu „wem seins“ und „Meines Vaters Fahrrad“ zu „ihm sein Rad“. In unserem Fall hier nutzen wir diese spezielle Grammatik - und schon wird der Kabeljau zu "Der Sauerländer und ihm sein Fisch"

Alles klar?

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