Der Mittagessenwettbewerb

 

Beim Mittagessen können fünf-jährige Jungs in einen handfesten Interessenskonflikt hinein schliddern. Lässt sich aber lösen.

 

Mehrgenerationen-Haus. Ist wieder im Kommen, weil es ja sämtlichen Generationen inzwischen dämmert, dass sie solo komplett vereinsamen. Dann lieber die kleinen Differenzen des alltäglichen Miteinanderlebens in Kauf nehmen.

Diese zum Beispiel:

Oben wohnen Oma und Opa, unten Tochter samt Ehe- und Sohnemann sowie Rauhaardackel Rudi. Oben wird mittags pünktlichst um 12:30 Uhr gegessen, unten gegen 14:30 Uhr, weil erst dann die halbtags jobbende Tochter dem täglichen beruflichen Wahnsinn entkommen ist. Ehemann wird gegen halb acht erwartet, hat aber sowieso mittags in der Kantine gegessen. Außerdem joggt er abends sofort los.

Oma kocht großartig; Tochter „geht so“.

Was macht also ein fünf-jähriger Junge, der das Glück hat, mittags NICHT die Heißluftofenaufwärmgerichte im Kindergarten essen zu müssen? Er trödelt samt Dackel die Treppe hinauf, steht zufällig um halb eines vor Omas Wohnungstür - und schlägt sich den Magen richtig lecker voll. Zwei Stunden später ein Stockwerk tiefer bei der Mama essen, führt wegen des vorhandenen Sättigungsrades zu lustlosem Herumstochern im Tiefkühl-Cordon-Bleu – und zur Krise zwischen Oma und Tochter.

Liebe „Tochter“, nicht eifersüchtig, neidisch oder sauer sein. Einfach das große Glück genießen, eine solche Oma im Haus zu haben. Wetten, dass sie vom Mittagessen auch herzlich gerne was für ihre Tochter aufwärmt!

Sonntags ist dann Mama dran!

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